Neues Angebot ab 6.4.2019

 

 

 

Das Hochsensible Kind

 

 

 

"Der Apfel hat noch Schale!" schimpft der Vierjährige und starrt auf ein etwa 2 mm² großes Fleckchen auf seinem liebevoll von der Mutter hergerichteten Apfelschnitz.

 

"Der Schal kratzt!" oder "Hier stinkt´s!" oder "Der Schuh drückt!" - auch nach dem 5. Mal Schuhe binden ist der Dreijährige immer noch unzufrieden.

 

 

 

Manche Eltern können diese Liste an Kritiken endlos weiter führen und fragen sich vielleicht, was sie falsch machen. Oder stimmt mit ihrem Kind etwas nicht?

 

 

 

Ungefähr 20% der Menschen sind hochsensibel. Sie reagieren früher und heftiger auf die Reize, denen wir in der Umwelt permanent ausgesetzt sind. Sie haben ein empfindsameres Nervensystem, verarbeiten anders und haben - nach heutigem Forschungsstand - weniger Wahrnehmungsfilter als Normalsensible.

 

 

 

Auch unter hoch entwickelten Tieren kann man Hochsensibilität beobachten. Haben sie schon eine Gruppe von Gänsen an Land beobachtet? Alle rupfen und fressen Gras nach Herzenslust. Eine Gans steht wachsam, mit hochgerecktem Hals, und beobachtet genau. Wenn sie hochfliegt folgen alle anderen instinktiv nach. Sie vertrauen der hochsensiblen Gans ihre Sicherheit an, denn Gänse fühlen sich an Land weniger sicher als im Wasser.

 

 

 

Hochsensible sind in alten Kulturen hoch geachtet, übernehmen oft Funktionen als Wächter, Heiler oder Lehrer, sind vertrauenswürdig und verlässlich und spielen eine wichtige Rolle in ihrer Gruppe. In unserer noch jungen Gesellschaft, in der Unerschrockenheit und Risikobereitschaft hoch gewertet wird, finden Hochsensible oft nur schwer ihren Platz. Sie haben große Potentiale und können die Gesellschaft enorm bereichern. Aber dazu brauchen sie Raum, Verständnis und Wertschätzung. Oft mühen sie sich derart um Anpassung, dass sie ihrem Körper, ihrem hochempfindsamen Nervensystem nicht mehr entsprechen. Krankheit, Depression, Burnout sind häufige Folgen. Ihre Potentiale bleiben wenig genutzt.

 

 

 

Dieser negative Kreislauf beginnt oft schon in der Schule, manchmal auch im Kindergarten, denn über Hochsensibilität gibt es noch viel Unwissenheit und Unkenntnis. In der Absicht alle Kinder gleich zu behandeln, werden die besonderen Bedürfnisse der Hochsensiblen übersehen. Die Folge ist sehr häufig ein schwaches Selbstwertgefühl, die Angst "nicht richtig" zu sein, Scham - und Schulgefühle - ein schwieriger Start für ein Kind in unserer leistungsorientierten, auf Konkurrenz ausgerichteten Welt. 

 

 

 

Neben Vorträgen zum Thema an der Volkshochschule in Würzburg möchte ich zusätzlich in meiner Praxis ein Gruppenangebot starten.

 

 

 

Kinder, die auf Grund ihrer besonderen Empfindsamkeit möglicherweise hochsensibel sein könnten, werden mit ihren Eltern zu einem kindgerecht aufbereiteten Vortrag in meine Praxis eingeladen. Weitere Termine sind geplant, an denen die Kinder mit mir in einer kleinen Gruppe mit Musik, Kunst, Bewegung und Rollenspielen gemeinsame Erfahrungen machen, um ihr Selbstvertrauen zu stärken und Kontakt mit Kindern zu entwickeln, die ihnen ähnlich sind. In der Gemeinschaft erleben sie, dass sie nicht allein diese Probleme haben. Schon diese Erfahrung, kann das Selbstwertgefühl steigern und den Druck, sich anpassen zu müssen, verringern.

 

 

 

Teilnehmer: Kinder ab 8 Jahren mit mindestens einem Elternteil

 

 

 

Ort:                Praxis Viel Harmonie, Hauptstraße 29, 97204 Höchberg, Tel. 09344 92 99 748

 

 

 

Termine:      Vortrag: Samstag, 06.04.2019 von 14 bis 16 Uhr

 

   Treffen: Samstag, 11.05.2019 von 14 bis 18 Uhr

 

        Samstag, 29.06.2019 von 14 bis 18 Uhr

 

        Samstag, 13.07.2019 von 14 bis 18 Uhr

 

Kosten:

 

Vortrag: 10 Euro pro Person, Treffen: 20 Euro pro Kind, Gesamtpaket: 70 Euro pro Kind.

 

 

 

Anmeldung: formlos mit Namen, Anschrift, Telefon der teilnehmenden Personen

 

bis 04.04.2019 telefonisch oder per Email: Dorothea.Strunz@googlemail.com